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Stelton – legendäres Design aus Dänemark

Die dänische Designfirma Stelton wurde 1960 als Handelsunternehmen von Niels Stellan Høm und Carton Madelaire in Hellerup (Metropolregion Kopenhagen) gegründet. Der Name Stelton basiert auf der Kombination der Vorsilbe des Vornamens Stellan und der zweiten Silbe von Carton. Zunächst versuchten sie ihr Glück mit dem Verkauf von Sportschuhen, später mit Möbeln, aber alle Versuche führten nicht zum gewünschten Erfolg. Dann stießen die beiden Unternehmer auf einen kleinen metallverarbeitenden Betrieb mit dem Namen Dansk Rustfrit (Dänisch Rostfrei) in Fårevejle im Nordwesten der Insel Seeland. 

Dansk Rustfrit und Stelton

Dansk Rustfrit stellte rostfreie Artikel für den gedeckten Tisch und die Küche her. Der vertriebsschwache Herstellungsbetrieb übertrug dem jungen Unternehmen Stelton den Verkauf für eine neue Sauciere. Stelton kümmerte sich um das Marketing und den Verkauf und der gewünschte Erfolg stellte sich bald ein. Die Sauciere verkaufte sich erstaunlich oft in Dänemark. Die Zusammenarbeit intensivierte sich und Stelton platzierte sich als Anbieter für Edelstahlprodukte auf höchstem Niveau hinsichtlich Design und Qualität. Die Produkte waren weltweit von Luxuskaufhäusern gefragt. Der spätere Direktor Peter Holmblad stieß zu dem jungen Team hinzu und überarbeitete Verpackung, Logo und Kataloge. Durch diese Maßnahmen etablierte Stelton sich endgültig als hochwertige Designmarke. Das Unternehmen Dansk Rustfrit wurde übernommen und der Weg für eine eigene hochwertige Edelstahlkollektion war frei. 

Die Cylinda-Line

Für diese Kollektion gewann Peter Holmblad 1964 seinen Stiefvater, den berühmten dänischen Architekten Arne Jacobsen. Er sollte eine neue Serie im High-End Bereich entwerfen. Arne Jacobsen zeichnete eine Kollektion für Tisch und Tafel sowie für den Barbereich in zylindrischer und minimalistischer Form – die Cylinda-Line. Arne Jacobsen verwendete nur Edelstahl und Ebenholz für die Produkte und dank der handwerklichen Erfahrung im Betrieb in Fårevejle konnte die schwierig herzustellende zylindrische Form in guter Qualität gefertigt werden. Die Serie wurde zu einem riesigen Erfolg und ist bis heute einer der bedeutendsten Designhighlights Dänemarks und Skandinaviens.

Neuer Besteller

Nach dem Tod von Arne Jacobsen 1971 wollte sein Stiefsohn die Kollektion im Stil der Cylinda-Line um eine Isolierkanne erweitern. Das Design durfte aber aus rechtlichen Gründen nicht einfach eine Fortsetzung der Cylinda-Line sein. Peter Holmblad suchte nach einem jungen Designer, der die zylindrische Form der beliebten Serie aufnahm und daraus ein eigenständiges Design für eine Isolierkanne entwickeln konnte. Er traf auf den jungen Designer Erik Magnussen. Der Gestalter nahm die schwierige Aufgabe an und entwarf eine zylindrische Isolierkanne mit weicherer Linienführung, so dass sich die Kanne durch eine sehr harmonische Form auszeichnete. Lange tüftelten Peter Holmblad und Erik Magnussen außerdem an dem raffinierten Verschluss. Die Kanne sollte sich beim Gießen automatisch öffnen und sich beim Hinstellen wieder verschließen. 1977 war es soweit: einer der bedeutendsten skandinavischen Designklassiker wurde auf der Frühjahrsmesse in Frankfurt präsentiert. Die Isolierkanne kam in einer Edelstahlversion mit Gießer und Zuckerdose auf den Markt und wurde zum Bestseller der Marke. 1979 folgten die günstigeren Kunststoffversionen, danach die Halbliter-Ausführung und seit einigen Jahren werden sogar Saisonfarben in limitierter Auflage angeboten.

Das Duo Magnussen / Holmblad

Der erfolgreiche Designer und der Geschäftsführer präsentierten in der Dekade der 1980er Jahre mehrere elegante und schlichte Servier- und Bartools wie Tortenheber bzw. -messer, Lasagneheber, Käseschneider, Käse- bzw. Barmesser, Kapselheber, Weinkühler und einen T-Bone Korkenzieher. Weiterhin startete Erik Magnussen 1982 mit einer Reihe von Entwürfen von Öllampen – die bekannteste ist die legendäre Schiffslampe. Sie ist eine moderne Interpretation einer klassischen Schiffslaterne und wird bis heute unverändert aus Edelstahl angeboten.

Neuanfang in Christianshavn

Zwischen den 1990er Jahren und 2004 kamen es zu immer weniger neuen Impulsen, die Umsätze sanken und die Firma wurde an eine Investorengruppe rund um das ehemalige Vorstandsmitglied Michael Ring von Georg Jensen verkauft. Michael Ring wurde Geschäftsführer und zog mit der Verwaltung von Hellerup nach Christianshavn, welches auf der anderen Seite des Hafens von Kopenhagen, gegenüber von Schloß Christiansborg, liegt, in dem sich das dänische Parlament befindet. Der Stadtteil Christianshavn hat sich von einem Arbeiterviertel nahe dem Hafen heute in ein Szeneviertel verwandelt. In Christianshavn befindet sich auch das über Dänemarks Grenzen hinaus bekannte autonome Gebiet Christiana, in dem die Bewohner nach einem alternativen Gesellschaftsmodell leben. In diesem kreativen Umfeld lud Michael Ring nach dem Umzug mehrere Designer zu einem Brainstorming ein, um eine neue Vision für die etwas angestaubte Marke Stelton zu entwickeln. Er wollte Stelton als Lifestylemarke für gutes Design neu positionieren. Das erste Produkt, das unter seiner Regie auf den Markt kam, war die legendäre Brottasche des dänischen Designers Klaus Rath. Die ersten Lieferungen dieses revolutionären Produktes waren bei den Geschäften häufig innerhalb eines Tages ausverkauft. Die Brottasche mutierte neben der Isolierkanne für mehre Jahre zu einem weiteren Besteller für das dänische Designunternehmen.

Stelton heute

Ebenfalls gut angenommen wurde die Serie Emma aus dem Jahr 2013 – eine Serie für Kaffee und Tee im Retrostil der 1950er Jahre – entworfen von dem dänischen Designerduo Sebastian Holmbäck und Ulrik Nordentoft. Im Frühjahr 2015 präsentierte das Label außerdem auf der Messe “Ambiente“ in Frankfurt die Dekoserie Stockholm Aquatic und erhielt viel positive Resonanz von Presse und Handel. Die Vasen- und Schalenserien bestehen aus hochglänzendem Aluminium und sind mit Kaltemaille in weiß und ozeanblau dekoriert. Jedes Stück wird durch die aufwendige Dekoration zum Unikat. Entworfen wurde die Serie von Prinz Carl Philipp Bernadotte von Schweden und Oscar Kylberg.

Stelton gehört heute zu den großen skandinavischen Designmarken und steht weltweit für herausragendes dänisches Design. Die Cylinda-Line von Arne Jacobsen ist für die Designentwicklung einer der wichtigsten Entwürfe in der Geschichte des skandinavischen Designs. Aber die in der Linienführung harmonischere Isolierkanne von Erik Magnussen prägt bis heute weltweit das Image des skandinavischen Designs, genauso wie die Aalto Vase und das Geschirr Teema – beides von Iittala.   

Die dänische Designfirma Stelton wurde 1960 als Handelsunternehmen von Niels Stellan Høm und Carton Madelaire in Hellerup (Metropolregion Kopenhagen) gegründet. Der Name Stelton basiert auf der... mehr erfahren »
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Stelton – legendäres Design aus Dänemark

Die dänische Designfirma Stelton wurde 1960 als Handelsunternehmen von Niels Stellan Høm und Carton Madelaire in Hellerup (Metropolregion Kopenhagen) gegründet. Der Name Stelton basiert auf der Kombination der Vorsilbe des Vornamens Stellan und der zweiten Silbe von Carton. Zunächst versuchten sie ihr Glück mit dem Verkauf von Sportschuhen, später mit Möbeln, aber alle Versuche führten nicht zum gewünschten Erfolg. Dann stießen die beiden Unternehmer auf einen kleinen metallverarbeitenden Betrieb mit dem Namen Dansk Rustfrit (Dänisch Rostfrei) in Fårevejle im Nordwesten der Insel Seeland. 

Dansk Rustfrit und Stelton

Dansk Rustfrit stellte rostfreie Artikel für den gedeckten Tisch und die Küche her. Der vertriebsschwache Herstellungsbetrieb übertrug dem jungen Unternehmen Stelton den Verkauf für eine neue Sauciere. Stelton kümmerte sich um das Marketing und den Verkauf und der gewünschte Erfolg stellte sich bald ein. Die Sauciere verkaufte sich erstaunlich oft in Dänemark. Die Zusammenarbeit intensivierte sich und Stelton platzierte sich als Anbieter für Edelstahlprodukte auf höchstem Niveau hinsichtlich Design und Qualität. Die Produkte waren weltweit von Luxuskaufhäusern gefragt. Der spätere Direktor Peter Holmblad stieß zu dem jungen Team hinzu und überarbeitete Verpackung, Logo und Kataloge. Durch diese Maßnahmen etablierte Stelton sich endgültig als hochwertige Designmarke. Das Unternehmen Dansk Rustfrit wurde übernommen und der Weg für eine eigene hochwertige Edelstahlkollektion war frei. 

Die Cylinda-Line

Für diese Kollektion gewann Peter Holmblad 1964 seinen Stiefvater, den berühmten dänischen Architekten Arne Jacobsen. Er sollte eine neue Serie im High-End Bereich entwerfen. Arne Jacobsen zeichnete eine Kollektion für Tisch und Tafel sowie für den Barbereich in zylindrischer und minimalistischer Form – die Cylinda-Line. Arne Jacobsen verwendete nur Edelstahl und Ebenholz für die Produkte und dank der handwerklichen Erfahrung im Betrieb in Fårevejle konnte die schwierig herzustellende zylindrische Form in guter Qualität gefertigt werden. Die Serie wurde zu einem riesigen Erfolg und ist bis heute einer der bedeutendsten Designhighlights Dänemarks und Skandinaviens.

Neuer Besteller

Nach dem Tod von Arne Jacobsen 1971 wollte sein Stiefsohn die Kollektion im Stil der Cylinda-Line um eine Isolierkanne erweitern. Das Design durfte aber aus rechtlichen Gründen nicht einfach eine Fortsetzung der Cylinda-Line sein. Peter Holmblad suchte nach einem jungen Designer, der die zylindrische Form der beliebten Serie aufnahm und daraus ein eigenständiges Design für eine Isolierkanne entwickeln konnte. Er traf auf den jungen Designer Erik Magnussen. Der Gestalter nahm die schwierige Aufgabe an und entwarf eine zylindrische Isolierkanne mit weicherer Linienführung, so dass sich die Kanne durch eine sehr harmonische Form auszeichnete. Lange tüftelten Peter Holmblad und Erik Magnussen außerdem an dem raffinierten Verschluss. Die Kanne sollte sich beim Gießen automatisch öffnen und sich beim Hinstellen wieder verschließen. 1977 war es soweit: einer der bedeutendsten skandinavischen Designklassiker wurde auf der Frühjahrsmesse in Frankfurt präsentiert. Die Isolierkanne kam in einer Edelstahlversion mit Gießer und Zuckerdose auf den Markt und wurde zum Bestseller der Marke. 1979 folgten die günstigeren Kunststoffversionen, danach die Halbliter-Ausführung und seit einigen Jahren werden sogar Saisonfarben in limitierter Auflage angeboten.

Das Duo Magnussen / Holmblad

Der erfolgreiche Designer und der Geschäftsführer präsentierten in der Dekade der 1980er Jahre mehrere elegante und schlichte Servier- und Bartools wie Tortenheber bzw. -messer, Lasagneheber, Käseschneider, Käse- bzw. Barmesser, Kapselheber, Weinkühler und einen T-Bone Korkenzieher. Weiterhin startete Erik Magnussen 1982 mit einer Reihe von Entwürfen von Öllampen – die bekannteste ist die legendäre Schiffslampe. Sie ist eine moderne Interpretation einer klassischen Schiffslaterne und wird bis heute unverändert aus Edelstahl angeboten.

Neuanfang in Christianshavn

Zwischen den 1990er Jahren und 2004 kamen es zu immer weniger neuen Impulsen, die Umsätze sanken und die Firma wurde an eine Investorengruppe rund um das ehemalige Vorstandsmitglied Michael Ring von Georg Jensen verkauft. Michael Ring wurde Geschäftsführer und zog mit der Verwaltung von Hellerup nach Christianshavn, welches auf der anderen Seite des Hafens von Kopenhagen, gegenüber von Schloß Christiansborg, liegt, in dem sich das dänische Parlament befindet. Der Stadtteil Christianshavn hat sich von einem Arbeiterviertel nahe dem Hafen heute in ein Szeneviertel verwandelt. In Christianshavn befindet sich auch das über Dänemarks Grenzen hinaus bekannte autonome Gebiet Christiana, in dem die Bewohner nach einem alternativen Gesellschaftsmodell leben. In diesem kreativen Umfeld lud Michael Ring nach dem Umzug mehrere Designer zu einem Brainstorming ein, um eine neue Vision für die etwas angestaubte Marke Stelton zu entwickeln. Er wollte Stelton als Lifestylemarke für gutes Design neu positionieren. Das erste Produkt, das unter seiner Regie auf den Markt kam, war die legendäre Brottasche des dänischen Designers Klaus Rath. Die ersten Lieferungen dieses revolutionären Produktes waren bei den Geschäften häufig innerhalb eines Tages ausverkauft. Die Brottasche mutierte neben der Isolierkanne für mehre Jahre zu einem weiteren Besteller für das dänische Designunternehmen.

Stelton heute

Ebenfalls gut angenommen wurde die Serie Emma aus dem Jahr 2013 – eine Serie für Kaffee und Tee im Retrostil der 1950er Jahre – entworfen von dem dänischen Designerduo Sebastian Holmbäck und Ulrik Nordentoft. Im Frühjahr 2015 präsentierte das Label außerdem auf der Messe “Ambiente“ in Frankfurt die Dekoserie Stockholm Aquatic und erhielt viel positive Resonanz von Presse und Handel. Die Vasen- und Schalenserien bestehen aus hochglänzendem Aluminium und sind mit Kaltemaille in weiß und ozeanblau dekoriert. Jedes Stück wird durch die aufwendige Dekoration zum Unikat. Entworfen wurde die Serie von Prinz Carl Philipp Bernadotte von Schweden und Oscar Kylberg.

Stelton gehört heute zu den großen skandinavischen Designmarken und steht weltweit für herausragendes dänisches Design. Die Cylinda-Line von Arne Jacobsen ist für die Designentwicklung einer der wichtigsten Entwürfe in der Geschichte des skandinavischen Designs. Aber die in der Linienführung harmonischere Isolierkanne von Erik Magnussen prägt bis heute weltweit das Image des skandinavischen Designs, genauso wie die Aalto Vase und das Geschirr Teema – beides von Iittala.