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Kähler Design - seit 1839

Herman Joachim Kähler aus dem damalig dänischen Heiligenhafen im Herzogtum Holstein eröffnete 1839 eine Keramikwerkstatt in Nævsted auf der dänischen Insel Seeland. Er stellte Haushaltswaren und Kachelöfen her. 1872 übernahmen die Söhne Herman August und Carl Frederik Kähler das Unternehmen. Carl war für die Fayence Produktion zuständig und Herman August kümmerte sich zunächst um den Ofenbau. Carl zog sich aber schon 1875 aus der Firma zurück. Nach einem Brand baute Herman August die Fabrik außerhalb der Kleinstadt neu auf. Durch den Architekt Vilhelm Klein wurde Herman August zum Experimentieren angeregt. Er testete neue Glasuren, Formen und Massen aus. 1886 begann er mit dänischen Künstlern wie H.A. Brendekilde, L. A. Ring und Carl O. J. Lund zusammenzuarbeiten.

Nach vielen Experimenten mit Glasuren hatte Herman August riesigen Erfolg mit dem so genannten Kählerrot. Inspiriert zu der Farbe wurde er durch die Majoliken des 16.Jahrhunderts aus der italienischen Kleinstadt Gubbio.

Hammershøi wirkt in den Kähler Werkstätten

1913 zog er sich auf die rein administrative Geschäftsführung zurück. Sein Sohn Herman Hans Christian Kähler wurde künstlerischer Leiter und Rasmus Grønholt Verkaufsleiter. Bereits 1917 starb Herman August Kähler woraufhin sein Sohn auch die Geschäftsführung übernahm. In seiner Epoche arbeiteten u. a. die Maler Signe Steffensen und Tulle Emborg für die Keramikfabrik. Bereits seit 1893 arbeitete der Maler und Bildhauer Svend Hammershøi für Kähler. Hammershøi war der Bruder des in Dänemark bedeutenden Malers Vilhelm Hammershøi. Svend war zwar als Maler bei weitem nicht so erfolgreich wie sein Bruder Vilhelm, aber er ist bis heute einer der anerkanntesten Keramikkünstler Dänemarks. Zunächst arbeitete er nur für die Kähler Keramiske Verkstad, später folgten Kjøbenhavns Lervarefabrik, Bing & Grøndahl und sogar Royal Copenhagen. Svend Hammershøi arbeitete bis zu seinem Tod 1948 für das Unternehmen. Als Hommage an den bedeutenden dänischen Künstler entwarf der Designer Hans-Christian Bauer die Serie Hammershøi, die Vasen, Kerzenständer und Geschirr umfasst. Die Serie zeichnet sich durch das typische Riffelmuster von Svend Hammershøi und der Farbvielfalt der traditionsreichen Keramikfabrik Kähler aus.

Verkauf und Neubeginn von Kähler Design

In der vierten Generation wurde es dann langsam ruhiger um die kreative Keramikfabrik in Nævsted. Das Unternehmen arbeitete noch bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges relativ erfolgreich und geriet dann, außer bei wirklichen Keramikliebhabern, in Vergessenheit. Die Familie Kähler verkaufte das Unternehmen 1974 an die Gemeinde Nævsted und es wurde sehr still um die renommierte Keramikfabrik.

2007 wurde der berühmte Name allerdings durch eine Investorengruppe rund um den dänischen Architekten Franz Longhi mit der Firma Kähler Design wieder zum Leben erweckt. Der Durchbruch gelang dem jungen Label mit dem traditionsreichen Namen dank der Vase aus der Serie Omaggio (Geschenk) von dem dänischen Designerduo Ditte Reckweg und Jelena Schou-Nordentoft. Die Vase ist inzwischen Kult in Dänemark und trägt zum allgemeinen Trend bei, dass Keramikartikel wieder an Beliebtheit gewinnen. Inzwischen wurde das Sortiment von Kähler Design stark erweitert und wird seit der Ambiente 2015 in Frankfurt auch aktiv in Deutschland vertrieben. Bestelle auch du die tollen Produkte der Marke einfach online auf scandinavian-lifestyle.de!

Herman Joachim Kähler aus dem damalig dänischen Heiligenhafen im Herzogtum Holstein eröffnete 1839 eine Keramikwerkstatt in Nævsted auf der dänischen Insel Seeland. Er stellte Haushaltswaren und... mehr erfahren »
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Kähler Design - seit 1839

Herman Joachim Kähler aus dem damalig dänischen Heiligenhafen im Herzogtum Holstein eröffnete 1839 eine Keramikwerkstatt in Nævsted auf der dänischen Insel Seeland. Er stellte Haushaltswaren und Kachelöfen her. 1872 übernahmen die Söhne Herman August und Carl Frederik Kähler das Unternehmen. Carl war für die Fayence Produktion zuständig und Herman August kümmerte sich zunächst um den Ofenbau. Carl zog sich aber schon 1875 aus der Firma zurück. Nach einem Brand baute Herman August die Fabrik außerhalb der Kleinstadt neu auf. Durch den Architekt Vilhelm Klein wurde Herman August zum Experimentieren angeregt. Er testete neue Glasuren, Formen und Massen aus. 1886 begann er mit dänischen Künstlern wie H.A. Brendekilde, L. A. Ring und Carl O. J. Lund zusammenzuarbeiten.

Nach vielen Experimenten mit Glasuren hatte Herman August riesigen Erfolg mit dem so genannten Kählerrot. Inspiriert zu der Farbe wurde er durch die Majoliken des 16.Jahrhunderts aus der italienischen Kleinstadt Gubbio.

Hammershøi wirkt in den Kähler Werkstätten

1913 zog er sich auf die rein administrative Geschäftsführung zurück. Sein Sohn Herman Hans Christian Kähler wurde künstlerischer Leiter und Rasmus Grønholt Verkaufsleiter. Bereits 1917 starb Herman August Kähler woraufhin sein Sohn auch die Geschäftsführung übernahm. In seiner Epoche arbeiteten u. a. die Maler Signe Steffensen und Tulle Emborg für die Keramikfabrik. Bereits seit 1893 arbeitete der Maler und Bildhauer Svend Hammershøi für Kähler. Hammershøi war der Bruder des in Dänemark bedeutenden Malers Vilhelm Hammershøi. Svend war zwar als Maler bei weitem nicht so erfolgreich wie sein Bruder Vilhelm, aber er ist bis heute einer der anerkanntesten Keramikkünstler Dänemarks. Zunächst arbeitete er nur für die Kähler Keramiske Verkstad, später folgten Kjøbenhavns Lervarefabrik, Bing & Grøndahl und sogar Royal Copenhagen. Svend Hammershøi arbeitete bis zu seinem Tod 1948 für das Unternehmen. Als Hommage an den bedeutenden dänischen Künstler entwarf der Designer Hans-Christian Bauer die Serie Hammershøi, die Vasen, Kerzenständer und Geschirr umfasst. Die Serie zeichnet sich durch das typische Riffelmuster von Svend Hammershøi und der Farbvielfalt der traditionsreichen Keramikfabrik Kähler aus.

Verkauf und Neubeginn von Kähler Design

In der vierten Generation wurde es dann langsam ruhiger um die kreative Keramikfabrik in Nævsted. Das Unternehmen arbeitete noch bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges relativ erfolgreich und geriet dann, außer bei wirklichen Keramikliebhabern, in Vergessenheit. Die Familie Kähler verkaufte das Unternehmen 1974 an die Gemeinde Nævsted und es wurde sehr still um die renommierte Keramikfabrik.

2007 wurde der berühmte Name allerdings durch eine Investorengruppe rund um den dänischen Architekten Franz Longhi mit der Firma Kähler Design wieder zum Leben erweckt. Der Durchbruch gelang dem jungen Label mit dem traditionsreichen Namen dank der Vase aus der Serie Omaggio (Geschenk) von dem dänischen Designerduo Ditte Reckweg und Jelena Schou-Nordentoft. Die Vase ist inzwischen Kult in Dänemark und trägt zum allgemeinen Trend bei, dass Keramikartikel wieder an Beliebtheit gewinnen. Inzwischen wurde das Sortiment von Kähler Design stark erweitert und wird seit der Ambiente 2015 in Frankfurt auch aktiv in Deutschland vertrieben. Bestelle auch du die tollen Produkte der Marke einfach online auf scandinavian-lifestyle.de!