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Schweden im Winter erleben

« Diesen Urlaub werden Sie nie vergessen »

Schon in den warmen Sommermonaten zwischen Juni und August ist Schweden eine Reise wert. Wer das Land allerdings abseits der typischen Touristenwege und -zeiten bereisen möchte, für den haben wir an dieser Stelle echte Geheimtipps parat: Denn im Winter ist Schweden mindestens genauso schön wie im Sommer, Landschaften und Attraktionen vielleicht sogar noch faszinierender. Die nun folgenden Gründe werden auch Sie von einem Urlaub im schwedischen Winter überzeugen.

Skifahren: Schweden bietet mehr als 200 Skiresorts für jeden Anspruch

Wussten Sie schon, dass es in dem nordischen Königreich rund 200 verschiedene Skigebiete gibt, die sich für jeden Anspruch eignen? Von den Resorts rund um das beliebte Åre im jämtländischen Mittelschweden bis hin zu den kleinen und großen Skianlagen in den Provinzen Dalarna, Härjedalen sowie in Lappland gibt es hunderte von Orten, wo Sie die Pisten erobern können.

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Die sowohl bei den Schweden selbst als auch bei ausländischen Touristen beliebtesten Skipisten befinden sich dabei in der Region rund um Åre, einem Skiort im Jämtland mit rund 3000 Einwohnern und etwa 32.000 Hotelbetten. Der Ort liegt dabei nicht nur inmitten der herrlichen mittelschwedischen Landschaft, sondern auch verkehrsgünstig lediglich rund eine Stunde Flug von der Hauptstadt Stockholm entfernt.

© wurthur / Fotolia.com
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Wie so viele schwedische Einrichtungen sind auch die Hotels und Skischulen in Åre wunderbar auf die Bedürfnisse von Kindern und deren Familien ausgerichtet. Neben den zahlreichen familiengerechten Skikursen von der Pistenspur über leichtere Abfahrten bis hin zu familienorientierten Läufen kommen auch anspruchsvollere Wintersportler in den Snowparks, auf Standardabfahrten und Loipen auf ihre Kosten.

Schweden im Winter ist ideal, um Elche und Rentiere auf einer Safari zu entdecken

Im schwedischen Urlaub vergessen Sie die berühmten afrikanischen „Big Five“, denn Schweden hat seine eigenen „Big Six“ zu bieten. Spüren Sie Elchen, Vielfraßen, Wölfen, Braunbären, den scheuen Luchsen und den urigen Moschusochsen auf einer winterlichen Safari durch die Wildnis Lapplands nach. Dabei können Sie auch gleich die großen Rentierherden in den Wäldern und Tundraregionen bestaunen.

© Andreas Gradin / Fotolia.com
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Übrigens gehört Rentierfleisch – gekocht, gebraten oder auch getrocknet – zu den typisch lappländischen Spezialitäten, die Sie unbedingt einmal probieren sollten. Als samisches Nationalgericht gilt dabei, unter anderem, ein „Souvas“ genanntes, cremiges Gericht, welches aus geschnetzeltem Rentierfleisch zubereitet und zusammen mit Kartoffeln und Pilzen serviert wird.

© Dagmar Richardt / Fotolia.com
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Besonders in und um Kiruna, Schwedens nördlichster Stadt, werden die genannten Safaris durch verschiedene Unternehmen angeboten. Auf einer solchen Tour sind Sie mit Sicherheit auch auf dem im tiefsten Winter zugefrorenen Kalixälven, einem etwa 460 Kilometer langen Fluss, unterwegs. Halten Sie Ihre Augen auf der Suche nach den arktischen Wildtieren weit offen, denn Hufabdrücke weisen Ihnen den Weg.

Nach Lappland reisen und in Hotels und Iglus aus Eis übernachten

Wer in Lappland Urlaub macht, der sollte unbedingt einmal für ein langes Wochenende im Eishotel von Jukkasjärvi, einer kleinen Stadt in der Nähe von Kiruna, absteigen. Das weltweit erste Eishotel wurde bereits 1990 eröffnet und seitdem jedes Jahr auf der Grundlage von Entwürfen verschiedener Künstler umgebaut, wobei Eisblöcke aus dem Wasser der Torne genutzt wurden. Hier können Sie übrigens nicht nur übernachten, sondern auch in der Eis-Kapelle heiraten.

© Tamara Sushko / Fotolia.com
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Wenn Sie näher an der Natur schlafen möchten, nutzen Sie das Iglu, welches aus den gefrorenen Wassern des stärksten Wasserfalls Schwedens, dem Tännforsen, gefertigt wird. Sobald der Wasserfall gefriert, bildet er ein natürliches Labyrinth aus Höhlen und Eisformationen, aus denen das Iglu schließlich gebaut wird. Am Rande des Skabrams, direkt vor dem Jokkmokk, können Sie unter Anleitung auch lernen, Ihr eigenes Iglu zu bauen und darin zu schlafen.

Das Polarlicht und seine einzigartige Schönheit ist immer eine Reise wert

Diejenigen, die der Kälte der klaren nordischen Winternacht trotzen, werden mit einem der spektakulärsten Naturphänomene belohnt: das Aurora borealis, auch als Nord- oder Polarlicht bekannt. Dieses faszinierende Schauspiel aus grünen, roten und violetten Lichtern ist zwischen Oktober und März je nach Wetterlage von überall in Nordschweden zu bestaunen.

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Der beste Ort für das Betrachten der Nordlichter ist jedoch der nördlich von Kiruna gelegene Abisko Nationalpark. Dies ist auf das Vorhandensein des berühmten „blauen Loches“ zurückzuführen, womit ein Fleckchen Himmel über einem See in Abisko gemeint ist. Dieser bleibt in der Regel trotz bewölktem Wetter in den umliegenden Gebieten klar.

Im Urlaub die einzigartige Kultur der indigenen Samen entdecken

Die in Nordschweden und Finnland seit mindestens 10.000 Jahren ansässigen Samen gehören zu den ältesten, heute noch lebendigen Kulturen der Welt. Gerade im Winter lohnt es sich, die zahlreichen, durch die Einheimischen gebotenen Attraktionen zu entdecken.

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Bei einem Urlaub Anfang Februar im Örtchen Jokkmokk können auch Touristen dem traditionellen, seit über 400 Jahren abgehaltenen Jokkmokk-Markt einen Besuch abstatten. Dieser umfasst nahezu alles, was typisch für die samische Kultur ist: Rentiere (mitsamt den aus dem Fleisch zubereiteten Spezialitäten, die nach Herzenslust probiert werden dürfen), traditionellen Modenschauen bis hin zu einer beeindruckenden Rentier-Karawanenprozession.

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In der Nähe des Marktes befindet sich das Ájtte, das Schwedische Fjäll- und Samemuseum, eine Kooperation lokaler Künstler sowie eine Ausstellung verschiedener samischer Handwerker. Im Restaurant Samernas können Sie dagegen lernen, traditionelle Rezepte wie getrocknete Rentiersuppe zu kochen. In Sápmi, wie die Einheimischen das „Land der Samen“ auch nennen, finden Sie weitere Möglichkeiten, die samische Kultur hautnah zu erleben.

Eines der schönsten Erlebnisse im Urlaub: Hundeschlitten fahren

Schweden im Winter zu bereisen und nicht selbst mit dem Hundeschlitten gefahren zu sein, ist wie nach Rom zu reisen und die spanische Treppe nicht gesehen zu haben. Hundeschlitten fahren gehört zu den vielen spannenden Winteraktivitäten im schwedischen Lappland, bei der sich die spektakuläre Natur und Landschaft der Bergregionen Padjelanta sowie des Sarek Nationalparks individuell auf einzigartige Weise erkunden lassen.

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Viele spezialisierte Unternehmen haben geführte Hundeschlitten-Touren mit sibirischen Huskies im Angebot – von Tagesausflügen bis hin zu mehrtägigen Expeditionen. Hundeschlittenfahren bringt Sie näher an Schwedens natürliche Schönheit und Sie können während einer solchen Expedition zahlreiche Wildtiere sowie die schwer fassbaren Nordlichter in Augenschein nehmen.

Eisfischen in der schwedischen Wildnis

In gesamten schwedischen Königreich gibt es Tausende von Seen und Flüssen, auf denen die Einheimischen im Winter traditionell Eisfischen gehen. Zu diesem Zweck wird ein Loch in das dicke Eis des zugefrorenen Gewässers gebohrt, um Fische wie Forellen, Lachse, Hechte, Barsche oder Äschen zu fangen.

© Piotr Wawrzyniuk / Fotolia.com
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Dieser Spaß lässt sich im Urlaub übrigens wunderbar mit einer Fahrt über die zugefrorenen Gewässer mit dem Schneemobil kombinieren. Schneemobile sind recht einfach zu navigieren und eignen sich daher wunderbar für Familien bzw. für Menschen, für die eine Ski- oder Schneeschuhwanderung zu mühsam wäre.

© kobeza / Fotolia.com
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Eine solche Schneemobilexkursion führt Sie durch Wälder, über gefrorene Seen und Flüsse und auf die Berge Lapplands und lässt Sie die nordische Natur auf eine ganz einzigartige Weise erfahren. Eine solche Tour starten Sie am besten von der nordschwedischen Stadt Luleå aus.

Keinesfalls einen Besuch auf den traditionellen schwedischen Wintermärkten versäumen

Nach so vielen spannenden Erlebnissen in der Wildnis wird es Zeit für einen Ausflug in die großen Städte, bei dem Sie einen der klassischen Weihnachtsmärkte in Stockholm, Göteborg und Malmö besuchen.

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Die Stockholmer Altstadt (Gamla stan) wird im Winter von dem süßen Duft warmen Glöggs (Glühwein) und pepparkakor (Lebkuchenplätzchen) belebt. In den vielen Reihen von Ständen, die mit Kunsthandwerk, Spielzeug, Weihnachtsschmuck und saisonalen Speisen gefüllt sind, lassen vor allem auch schwedische Spezialitäten wie geräuchertes Fleisch, Marmeladen und Süßigkeiten erstehen.

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Im fernen Göteborg dagegen können Sie einen der größten Weihnachtsmärkte erleben, der von 5.000.000 Lichtern am Vergnügungspark Liseberg beleuchtet wird.

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Kurzum, Schweden im Winter bedeutet nicht nur Dunkelheit, klirrende Kälte und Schnee – sondern eine ganze Reihe an spannenden Attraktionen und Erlebnissen sowohl in der Wildnis Lapplands als auch in den Städten Süd- und Mittelschwedens. Eine winterliche Reise in den hohen Norden verspricht einzigartige Abenteuer, die Sie diesen Urlaub garantiert niemals vergessen lassen.