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Louis Poulsen - Leuchten mit Weltgeltung

Ludwig R. Poulsen eröffnete bereits 1874 eine Weingroßhandlung unter dem Namen Københavns direkte Vin-Import-Kompagni, die er 1878 aber wieder schließen musste. Nachdem in Kopenhagen das zweite Elektrizitätswerk 1892 in Betrieb genommen wurde, startete Ludvig Poulsen seine zweite Firma. Er agierte als Großhändler für Werkzeuge und Elektroartikel. 1896 stellte er seinen Neffen Louis Poulsen ein. 1906 verstarb der Gründer und sein Neffe übernahm das Unternehmen. Er verlegte den Firmensitz von Vesterbro an den berühmten Nyhavn in Kopenhagen – dort in Haus Nr. 11 befindet sich dieser bis heute. Louis Poulsen nahm 1911 Sophus Kaastrup-Olsen als Partner mit in die Firma, die in diesen Jahren gut expandieren konnte. 1917 verkaufte der Namensgeber Louis Poulsen aber seine Anteile an seinen Partner und schied aus dem Betrieb aus.

Erste Erfolge für Leuchten des Labels Louis Poulsen

1924 entschloss sich die Firmenleitung an der internationalen Ausstellung für dekorative Kunst in Paris, der „Exposition Internationale des Arts Décoratifs & Industriels Modernes“ teilzunehmen. Zu diesem Zweck suchte Sophus Kaastrup-Olsen die Zusammenarbeit mit dem Lichttechniker Poul Henningsen. Sie nannten die erste Leuchte, die aus der Zusammenarbeit entstand, schlicht PH-Leuchte, nach Poul Hennigsen und wurden für diese auf der Ausstellung mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Das Besondere an der Leuchte war, dass Poul Henningsen drei Schirme zur Lichtführung verwendete und dadurch zunächst den Blick direkt in die Lichtquelle verhinderte, was ein sehr angenehmes Licht erzeugte. 1926 gewann die Firma Louis Poulsen mit den PH-Leuchten außerdem die Ausschreibung für das Forum in Kopenhagen. Über die Jahre wurde der Export nach Übersee gestärkt und es wurde eine Filiale in Århus eröffnet.

Die Marke Louis Poulsen fertigt ihre Leuchten selbst

1938 schied auch Sophus Kaastrup-Olsen aus der Geschäftsführung und Emun Rager folgte. Dieser kaufte 1941 die Metallwarenfabrik Laur. Henriksen um eine eigene Leuchtenfertigung zu begründen. Auch Poul Henningsen steuerte 1941 dazu wieder ein Highlight bei. Er entwarf für die Marke Louis Poulsen eine Leuchte für den beliebten Vergnügungspark Tivoli, damit der Park trotz Verdunklungsgesetzes bis Mitternacht geöffnet werden konnte. Das Licht des Parks war durch die von Henningsen entwickelte Lichtführung für ein überfliegendes Flugzeug nicht zu sehen und dessen Betrieb bis 24 Uhr konnte dank des genialen Beleuchtungskonzepts genehmigt werden.

Frühe Highlights

Die bekannteste Leuchte mit dem PH-System präsentierte die dänische Leuchtenfirma aber 1958 – die beliebte Pendelleuchte hat einen Durchmesser von 50 cm – daraus resultierte der Name PH 5. Ebenfalls 1958 präsentierte Poul Henningsen seine Leuchte Artischocke, die auch Zapfen genannt wird. Diese aufwendige Leuchte wird bis heute gerne für größere Räume oder Hallen verwendet, da sie durch ihr ausgefallenes Design und der ausgefeilten Lichttechnik eine sehr repräsentative Objektleuchte ist. Durch die Übernahme der Metallwarenfabrik Laur. Henriksen konzentrierte sich die Firma Louis Poulsen immer mehr auf die Leuchtenproduktion. So kamen viele Leuchten als Tischleuchte, Pendelleuchte, Wandleuchte, Stehleuchte, etc. mit dem genialen PH-Lichtsystem in die Kollektion. Ende der 1950er Jahre entwarf gar der berühmte dänische Architekt Arne Jacobsen  für seinen bekannten Hotelbau Hotel Royal SAS (heute Radisson blu) seine AJ-Leuchte als Tisch-, Steh- und Wandleuchte und seine AJ Royal Pendelleuchte. Diese Leuchten werden dank ihres unvergleichlichen Designs ebenfalls bis heute produziert. 1971 folgte das nächste Designhighlight im Refugium der Marke Louis Poulsen – die Leuchte Panthella des bedeutenden Designers Verner Panton. Auch diese Leuchte befindet sich immer noch als Tisch- und Stehleuchte in der aktuellen Kollektion.

Louis Poulsen – ganzheitlicher Anbieter für Leuchten jeden Zwecks

Als inzwischen führende Leuchtenfirma Skandinaviens, dehnte Louis Poulsen die Produktplatte auf  Objekt-, Außen – und Straßenbeleuchtungen aus, sodass das Unternehmen zu einem Komplettanbieter im Leuchtenbereich werden konnte. Nach der Jahrtausendwende stärkte das mittlerweile weltweit agierende Unternehmen, den Vertrieb des Designsegments. So wurde zum Beispiel in Deutschland ein Vertrieb für den gehobenen Fachhandel installiert und der Handel für Projektbeleuchtung wurde separiert. Auch setzte man verstärkt auf neue Designer, die aber das Grundprinzip von Poul Henningsens Lichttechnik beachten sollten – der Nutzer sollte nie direkt in die Lichtquelle schauen.

Louis Poulsen Leuchten und Lampen des neuen Jahrtausends

Zunächst startete man mit der dänischen Designerin Louise Campbell. Sie entwarf eine Glasleuchte, die in zwei Größen angeboten wurde. 2005 folgte die Leuchte Collage, die ebenfalls in zwei Größen und in verschieden Farben angeboten wird. Ebenfalls von Campbell ist die LC Shutters und die aufsehenerregende Stehleuchte Snow. 2007 entwarf der Japaner Shoichi Uchiyama die schlichte und elegante Pendelleuchte Enigma. Aber auch ältere Entwürfe wie die DooWop und die populären PH Leuchten werden sensibel überarbeitet und erfolgreich mit neuen zeitgemäßen Looks in die Kollektion aufgenommen. 

 
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