Textil

Iittala ist bekannt dafür, immer wieder mit außergewöhnlichem und zukunftsweisenden Design aufzufallen. 2007 präsentierte Iittala die ausgesprochen individuelle Serie Taika (Taika - Zauberwald) mit dem Dekor von Klaus Haapaniemi. Klaus Haapaniemi ist ein international aktiver Illustrator und ist bekannt für seinen sehr markanten Stil. Dieser vom Folklorismus geprägter Stil mit den schlichten Basics von Iittala ergibt einen aufgregenden Mix..
Der farbenfrohdekorative Stil der Taika-Serie überrascht wahrscheinlich diejenigen, für die Iittala der Inbegriff traditioneller, nordischer Funktionalität und schlichten Designs ist. Das Geschirr Taika kann wunderschöne Akzente bei den vielen schlichten Produkten von der finnischen Designmarke setzen. Die Form der Serie hat der bedeutende Keramik- und Glasdesigner Heikki Orvala entworfen.
Seit 2014 gibt es dass Muster auch auf hochwertigen Wolldecken und passenden Kissen und als Geschirrtücher.


Iittala – zeitloses Design seit 1881

Die finnische Designmarke Iittala ist heute eine der bedeutendsten skandinavischen Anbieter in den Bereichen Tisch- und Esskultur sowie Dekorationsartikeln.
Der international bekannte Designer Alfredo Häberli hat 1999 das Geschirr Origo für die schwedische Geschirrmarke Rörstrand entworfen.Es wurde zunächst als Singlegedeck präsentiert mit zwei weißen Tellern und dem Eierbecher und der 0,5 l Schale mit dem orangefarbenden Streifendekor. Im Zuge der großen Markenneuausrichtung in der Iittala-Gruppe, kam die Serie Origo in die Kollektion der MarkeIittala und wurde dafür als Geschirrserie mit Streifendekor umgestaltet. Zunächst gab es die drei Schüsseln, den Becher ohne Henkel und den Eierbecher. Später folgten die Teller und 2013 der Becher mit Henkel. Das Geschirr war bei Neuerscheinung ein Riesenerfolg und war der Trendsetzer für Geschirre mit Streifendekor. Es gab mehrere Farbvarianten wie blau blau, rot pink (beides eingestellt), beige türkis und seit 2013 grün rot. Die Serie passt gut zur Auflockerung zum Geschirr Teema, zum orange passen alle hellblauen Glasprodukte von Iittala.
Die Serie Origo von Alfredo Häberli kann man mittlerweile als moderner Klassiker bezeichnen.
Seit 2015 bietet IIttala eine Textilkollektion und zwei Dosen mit dem Erfolgsmuster von Alfredo Häberli an.Zum Sortiment gehören solche weltweit herausragenden Designklassiker wie die Aalto Vase, das Geschirr Teema und die Aino Aalto Trinkgläser.

Der Name der Marke Iittala basiert auf der Glashütte die im gleichnamigen Ort in Südfinnland 1881 gegründet wurde. Die ersten Glasbläser kamen überwiegend aus Deutschland und Böhmen. Zunächst wurden wie bei fast allen Glashütten der damaligen Zeit Gegenstände des täglichen Bedarfs produziert, wie Flaschen, Gläser, Gebrauchsglas usw.. In den 1930er Jahren kooperierte die Glashütte Iittala mit den größeren Karhula Glaswerken. Anfang der 1930er Jahre schrieben die beiden eine Glasgebrauchsserie aus. Den Designwettbewerb gewann die erste Frau von Alvar Aalto die Architektin Aino Aalto. Die Serie hieß zunächst Bölgeblick und seit 1992 heißt sie Aino Aalto. Wahrscheinlich hat sie mit der Serie das erste stapelbare Glas in der Welt entworfen.
Im Jahre 1936 entwarf Alvar Aalto seine berühmte Aalto Vase für Iittala-Karhula. 1937 wurde die außergewöhnliche Vase auf der Pariser Weltausstellung ausgezeichnet.In den 1940er Jahren beauftragten die Iittala-Karhula Glaswerke den ersten freischaffenden Glasdesigner Finnlands Göran Hongell mit der Gestaltung einer hochwertigen Trinkglasserie, 1948 wurde daraufhin die Serie Aarne präsentiert. Die Serie wird bis heute bei Iittala produziert und wurde in den 1950er und 1960er Jahren vielfach kopiert.
In den 1950er Jahren kamen als festangestellte Designer die beiden hochkreativen Absolventen von Arttu Brummer Timo Sarpaneva und Tapio Wirkala zu Iittala-Karhula. Der Wettbewerb zwischen den Beiden löste eine Kreativwelle sowohl in der Verarbeitungstechnik als auch in der Gestaltung aus. Besondere Highlights aus der Epoche der goldenen 1950er/60er Jahre sind die Gebrauchsglasserie Ultima Thule, die Trinkglasserie Tapio und die Kerzenleuchterserie Festivo. Mit diesen Serien erzielte die Iittala-Karhula Gruppe mit der Marke Iittala den internationalen Durchbruch. Die Karhula Glaswerke wurden später an ein Verpackungsglasspezialisten verkauft. Bis zur Produktionseinstellung 1988 wurde dort die berühmte Finlandia Wodka Flasche von Tapio Wirkala produziert.
Eine der letzen großen Entwürfe unter Eigenregie von Iittala war der Kivi Leuchter von Heikki Orvala aus dem Jahr 1988.

Parallel zur Glashütte Iittala müssen wir aber auch die Geschichte von den ehemaligen und noch existierenden Marken Nuutajärvi, Hackman und Arabia beachten, da Produkte dieser Marken seit 2005 teilweise oder komplett in das Sortiment von Iittala integriert wurden.

Die ehemalige Glashütte Nuutajärvi war die älteste Glashütte Finnlands und wurde 1793 gegründet. Die großen Designhighlights dieser Hütte waren die Birds by Toikka und die Serie Kastehelmi ehemals Tauperle, beides Arbeiten von dem berühmten Professor Oiva Toikka - ebenfalls ein Student von dem Hochschulprofessor Arttu Brummer. Die beiden Serien gehören heute zu der Kollektion der Marke Iittala. Die Glashütte wurde 2013 geschlossen, heute befinden sich in dem gleichnamigen Ort noch einige Studioglashütten und ein Glasmuseum.

Hackman wurde 1790 von dem deutschen Kaufmann Johan Friedrich Hackmann gegründet. Das zweite „n“ wurde bewusst weggelassen bei der Firmengründung. Hackman entwickelte sich über die Jahre zu einem der führenden Besteck und Küchenwarenhersteller Finnlands, später Skandinaviens. 2004 wurde der Designbereich eine Tochtergesellschaft der niederländischen Bank ABN Amro. Die hochwertigen Kochgeschirre der Serien Sarpenva, Tools und All Steel finden wir seit 2005 im Angebot der Marke Iittala.

Die Geschirrfabrik Arabia wurde 1873 von der schwedischen Geschirrfabrik Rörstrand im gleichnamigen Stadtteil in Helsinki gegründet. Eine der wichtigsten Entwürfe ist das Geschirr Teema ehemals Kilta von Kaj Franck, dem man auch das Gewissen des finnischen Designs nennt. Ende der 1940er Jahre wollte Arabia, ganz treu der skandinavischen Designleitlinie der Sozialverträglichkeit, ein neues Volksgeschirr entwerfen lassen. Nach einer Ausschreibung erhielt der Entwurf von Kaj Franck den Zuschlag. Das neue Geschirr Kilta, heute Teema, wurde 1952 erstmalig angeboten. Kilta bzw. Teema hat das Geschirrdesign massiv verändert und beeinflusst es bis heute. Zu seinem Geschirrentwurf gehören auch seine Trinkgläser aus der Serie Kartio, die er 1958 für die Glashütte Iittala gestaltete

1990 kaufte die damalige Hackman-Gruppe die Firmen Iittala, Arabia-Nuutajärvi und die schwedische Geschirrmarke Rörstrand. Die Marken wurden 1994 bis 2004 gemeinsam von der Tochtergesellschaft Hackman Designor vertrieben.

In dieser Zeit entstanden solche jungen Klassiker wie die Trinkglasserie Essence von Iittala und das Geschirr Origo von Rörstrand – beides von dem erfolgreichen Designer Alfredo Häberli. Weiterhin entwarf Björn Dahlström die Kochtopfserie Tools für die Marke Hackman, die bei Erscheinung im Jahr 1998 Maßstäbe sowohl im Design und Technik setzte.

2004 gingen die Aktien von Hackman Designor in den Besitz der niederländischen Bank ABN Amro über. Unter diesem Einfluß entschied der damalige Vorstand Hackman Designor in Iittala umzubenennen, da es sich international um die bekannteste Marke der Gruppe handelte. Die Kollektion der Marke Iittala umfasst seit dem alle Produkte die weltweit verkauft werden. So gehören seit dem auch Geschirre wie Teema und Origo, Kochtöpfe wie aus der Serie Tools zu dem Sortiment der Marke Iittala.
Diese Entscheidung erhöhte den Bekanntsheitgrad der Designmarke erheblich, so dass Iittala heute zu einem weltweit führenden Designunternhemen geworden ist und in Skandinavien zum unbestreitbaren Marktführer im hochwertigen Segment im den Bereichen Tischkultur und Wohndekoration geworden ist.

2007 wurde Iittala von ABN Amro an den finnischen Industriekonzern Fiskars verkauft.

Seit dem wurden solche Highlights entworfen wie die Geschirrserie Taika (Zauber) – eine Zusammenarbeit von Klaus Haapaniemi und Heikki Orvala. Die Glasserie Lempi – die erste stabelbare Kelchglasserie von dem Schweden Matti Klenell und das Geschirr Sarjaton welches von einer Gruppe von jungen finnischen Designern unter Federführung von Harri Koskinen entstand.
 
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