Produkte pro Seite:
 
TIPP!
Royal Copenhagen Star Fluted Christmas...

56,05 € * Statt:59,00 € *

Royal Copenhagen Contrast Becher 0,33 l

16,95 € * Statt:22,90 € *

1 2 3 4
...
>
 

Royal Copenhagen – die älteste Porzellanmanufaktur Skandinaviens

1709 erfand Johann Friedrich Böttger das europäische Porzellan in Meißen. Bereits 1710 wurde von August dem Starken die Meißener Manufaktur eröffnet. Im ganzen 18. Jahrhundert erfolgten daraufhin durch Fürsten- und Königshäuser diverse Manufakturgründungen insbesondere in Deutschland und im benachbarten Ausland.

Über 200 Jahre Tradition

Die älteste Porzellanmanufaktur Skandinaviens ist Royal Copenhagen, die Manufaktur wurde 1775 von dem Apotheker und Alchemisten Frantz Heinrich Müller gegründet. Die schwedische Geschirrmarke Rörstrand hingegen wurde zwar schon 1726 gegründet und hatte auch das Privileg Porzellan zu produzieren, fertigte aber lediglich Steingut.
Royal Copenhagen stand unter dem Patronat von der Königinwitwe Juliane Marie und hatte 50 Jahre das alleinige Privileg, Porzellan in Dänemark herzustellen. Bereits 1779 engagierte sich das Königshaus auch finanziell bei der Manufaktur. Etwa 100 Jahre nach deren Gründung wurde die Manufaktur privatisiert und von Kopenhagen in das nahe Frederiksberg verlegt.

Royal Scandinavia für gehobene Tischkultur

Um 1970 erwarb dann die dänische Carlsberg Brauerei die Manufaktur Royal Copenhagen und verfolgte das Ziel, mit Royal Copenhagen als Hauptmarke, einen Luxusgüterkonzern für gehobene Tischkultur und Wohnaccessoires zu profilieren. Es erfolgten deswegen verschiedene Erwerbungen wie 1972 die Silberschmiede Georg Jensen, 1985 die dänische Glasmanufaktur Holmegaard, 1987 Bing & Grøndahl und Ende der 1990er Jahre die schwedischen Glasmanufakturen Orrefors und Kosta Boda. Die Firmen wurden mit Hilfe einer Holding zusammengeschlossen und trugen fortan den Namen Royal Scandinavia.
Im Zuge der Globalisierung veräußerte die Carlsberg Brauerei die einzelnen Firmen aber wieder. So gelangte Royal Copenhagen in die Obhut eines dänischen Rentenfonds und wurde 2013 an die Fiskars-Gruppe, zu der auch Iittala gehört, verkauft.

Exklusives Geschirr mit Geschichte

Kunsthistorisch und in der Designgeschichte ist zunächst die Entwicklung von Geschirren mit Muschelmuster und mit Kobaltblau bemalt – Musselmalet – zu erwähnen. Dieses wird seit Gründung hergestellt.
Bedeutend war ebenso die Gestaltung von dem Geschirr Flora Danica. Dieses sehr aufwendige Geschirr, beruhte auf der Idee aus dem Nachschlagewerk Flora Danica, alle Pflanzen und Blüten auf einem Geschirr darzustellen. 1790 bestellte Friedrich der VI. dieses aufwendige Geschirr und wollte es nach dessen Fertigstellung Katharina der Großen als Geschenk überreichen. Die russische Zarin hat es wegen Ihres frühen Todes zwar nicht erhalten, heute ist Flora Danica aber das teuerste Geschirr der Welt und wird nach wie vor in Dänemark in liebevoller Handarbeit hergestellt.

In der Epoche des künstlerischen Leiters Arnold Krog (1856-1931) wurde das traditionsreiche Service Musselmalet bei Royal Copenhagen überarbeitet und es entstanden die Serien Musselmalet Gerippt, Musselmalet Halbspitze und Musselmalet Vollspitze. Diese Dekorentwürfe werden bis heute unverändert von Royal Copenhagen hergestellt. Die Formen der verschiedenen Serviceteile werden zeitgemäß angepasst und ergänzt. Weiterhin gestaltete Krog das heutige Basis Geschirr Weiß Gerippt, Weiß Halbspitze und Blaue Blume.

Dänische Designhighlights

In der Hochphase des skandinavischen Designs wurde die Architektin Grethe Meyer beauftragt ein Volksgeschirr für die Manufaktur zu entwerfen – als Vorbild diente das Geschirr Teema (Kilta) aus Finnland. Grethe Meyer entwarf ein bezaubernd elegantes und schlichtes Geschirr – Blaukant (Blåkant). Es wurde in Fayence gefertigt und war in verschiedenen Farbstellungen erhältlich. Als Volksgeschirr war es zwar zu umfangreich und aufwendig in der Herstellung. Trotzdem ging es aber als eines der großen dänischen Designhighlights aus dieser Epoche in die Geschichte ein. Erst um 2010 wurde die Fertigung des insbesondere in Dänemark und Deutschland beliebten Geschirrs eingestellt.

Royal Copenhagen - Ära nach Carlsberg

Weiterhin wurden etwa von 1960 bis ins Jahr 2000, viele junge dänische Designer gefördert und Royal Copenhagen galt als eines der experimentierfreudigsten Designunternehmen Skandinaviens. Das Ende dieser Epoche bildete der Dekor Mussel Mega (Musselmalet wie durch eine Lupe betrachtet). Wirtschaftlich war dies nur noch mit Unterstützung der Carlsberg Brauerei möglich. Designserien mit kleinen Auflagen wurden nachdem die Brauerei Royal Copenhagen verkauft hatte, relativ schnell eingestellt.

Die Manufaktur vereinheitlichte sukzessive die Kollektion, so dass jede Geschirrserie die typischen Formen erhält und sich heute wunderbar untereinander kombinieren lässt. Die Basis dafür bildet stets die Serie Weiß Gerippt.   

 
Zur Mobil Ansicht wechseln